Zahlungsziele bei Projektvermittlern

rechnungVerträge

Ein leidiges Thema, nicht nur für Sie. Wir bekommen Vertragsvorlagen vom Kunden, spätestens bei der ersten Besetzung. Wir prüfen – genau wie Sie – die Verträge genau. Verhandeln ist eigentlich nicht möglich. Entweder man schluckt den Kundenvertrag oder man ist kein Lieferant. Nun müssen wir die Vertragsdetails des Kunden in unseren Verträgen adaptieren. Es fängt mit irgendwelchen Vertragsstrafen an und endet nicht zuletzt bei den Kündigungsregelungen.

Die nächste Diskussion haben wir dann bei den Beraterverträgen. Ich behaupte, dass unsere Verträge fair sind, aber jeder von Ihnen hat bestimmte Vorstellungen, was um Vertrag stehen darf und was nicht. Anpassungen sind dann oft möglich, dennoch muss ich dafür sorgen, dass die Inhalte des Kundenvertrags nicht vom Beratervertrag abweichen, da ich sonst massive Probleme bekommen kann. Fragen wie „Warum ist ein projektbezogener Kundenschutz enthalten?“ sind dann keine Seltenheit. Will ein Consultant diesen Passus streichen, dann schrillen bei uns die Alarmglocken. Wir haben bereits all die Vorarbeiten (siehe Text bis zu diesem Zeitpunkt) gemacht und ohne diesen Schutz laufen wir Gefahr, dass ein Projektmitarbeiter plötzlich uns hintergeht und direkt das Vertragsverhältnis sucht. Am Ende wird man sich aber dennoch einig, auch wenn es alle Beteiligten Zeit kostet.

Zahlungsmanagement

Am liebsten hätten wir alle sofort unser Geld. Wie Skonto? Warum muss ich warten? Wir diskutieren mit Ihnen beispielsweise über ein Zahlungsziel von 30 Tagen netto und 7 Tagen mit 3% Skonto. Eine schneller bearbeitete Rechnung, bedeutet mehr Aufwand, somit ist der Prozentsatz höher, aber es hat im Endeffekt einen ganz anderen Grund. Unsere Kunden bestimmen unser Zahlungsziel. Ähnlich zu den anderen Verträgen sind diese nicht verhandelbar. Nicht selten werden dann 60 oder mehr Tage aufgerufen. Wenn nun ein Vermittler nur als Abrechner mit Minimalmargen fungiert, dann kann es schon zu erheblichen Cash-Flow-Problemen führen. Es gibt aber auch dafür Lösungen (entsprechende Kreditrahmen, verdecktes Factoring etc.), aber diese kosten nun mal auch Geld. Selbst wenn es „nur“ entgangene Zinserlöse sind.

Dieser Artikel ist in sechs Abschnitte geteilt, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. 

Teil 1:  (heute)

  • Vor der Anfrage
  • Die erste Anfrage

Teil 2 (ab 20.12.13)

  • Interviews
  • Feedbacks geben

Teil 3 (ab 03.01.14)

  • Verträge
  • Zahlungsmanagement

Teil 4: (ab 10.01.14)

  • Es geht voran
  • Marktbegleiter

Teil 5: (ab 17.01.14)

  • Kundenbetreuung
  • Preferred Supplier

Teil 6: (ab 24.01.14)

  • Kompensationsgeschäfte
  • Verwaltung
  • Marge

 

Tags:, ,

Kai Zimmermann

Vertriebsleiter und Kommanditist der Trans4mation BS GmbH & Co. KG. Kai Zimmermann ist schon seit vielen Jahren im Agenturbusiness tätig (Vermittlung von IT-Spezialisten). Im Rahmen seiner Tätigkeit war er als Key Account Manager, Team-, Abteilungsleiter, Coach und heute als Head of sales tätig. Sein Bestreben ist es etwas Licht ins Dunkel der Agenturtätigkeiten zu bringen. Hierbei betrachtet er die Prozesse und Wünsche von Freiberuflern, Unternehmen (Einkauf vs. Fachabteilungen) und Agenturen. Sie erreichen Kai Zimmermann auch auf XING , der Internetpräsenz der T4M (Trans4mation) und LinkedIn .