Beiträge mit Tag ‘Recruitment Consultants’

Wie Freelancer- Agenturen ihren eigenen Untergang bezahlen

Der Untergang der TitanicImmer mal wieder erhalte ich Anrufe von den großen Agenturen, meistens von neuen Vermittlern deren Stimme am Telefon sehr jung klingt, so um die 20.

Die sehr jungen Damen und Herren bestehen immer wieder darauf, mich persönlich zu treffen. Einige Jahre lang habe ich das mitgemacht. Es scheint vernünftig, die Agenturen sind schließlich meine Partner, sie nehmen mir einen Teil der Arbeit bei der Auftragsgewinnung ab, und natürlich können sie mich besser vermitteln, wenn sie mich persönlich kennen.

Bis sich dann über die Jahre herausgeschält hat, welche Agenturen mir tatsächlich bezahlte Aufträge verschaffen und welche eher Wind machen.

Interessanterweise sind dies genau NICHT diejenigen, bei denen mich alle 3 Monate ein neuer Vermittler zum Gespräch einlädt.

Interviews mit Recruitment Consultants

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Interviews

Viele Agenturmitarbeiter begleiten die Consultants bei den Interviews (sofern möglich). Das kostet Zeit und Geld, aber bei Ihnen ist es nicht anders. Es geht dann nicht unbedingt darum Sie zu kontrollieren oder Ihr Händchen zu halten. Wir erfahren mehr über alle Beteiligten und können ggf. das Gespräch ein wenig steuern.

In den Interviews achten wir auch auf Sie. Wie geben Sie sich im Interview, was sind in dem Zusammenhang Ihre Stärken, was Ihre Schwächen. Wir erfahren mehr über die Kundenprojekte als in irgendwelchen anderen Telefonaten oder Meetings. Wir können das Feedbackgespräch entsprechend ausrichten und Argumente für Ihre Verpflichtung finden. Wir können auf Gegenargumente eingehen. Besonders wichtig: Wir lernen die Eigenheiten des Entscheiders kennen: Ist er entscheidungsfreudig? Ist er sehr wählerisch? Wirkt er bestimmend oder ist er eher zugänglich und locker? Selbst wenn Ihr Interview nicht zum Erfolg führt, so hilft es uns in unserem weiteren Handeln.

Presales und Sales bei Personaldienstleistern

akquise

Vor der Anfrage:

Es ist nun nicht so, dass wir eben mal bei einem Kunden anrufen und fragen: „Haben Sie Bedarf?“ und dann sofort eine Vielzahl von Anfragen bekommen. Gehen wir mal davon aus, dass wir mit einer absoluten Kaltakquise beginnen. Ich entscheide mich nun, dass ich Interesse an der XY AG habe. Der Grund kann verschieden sein, dass ich irgendwo von einem offenen Thema gehört habe oder mich das Unternehmen generell interessiert oder mit bekannt ist, dass man bestimmte Technologien einsetzt.

Zunächst informiere ich mich über das Unternehmen generell. Evtl. bekomme ich auf der Website oder der Homepage einen ersten Eindruck über die eingesetzten Technologien. Dann folgt der erste Anruf und die erste „Firewall“. Wenn ich keinen Namen präsent habe, dann wird mich die Zentrale nur in den seltensten Fällen weiterleiten. Die wirklichen Entscheider in einem Unternehmen haben dann noch eine zweite „Firewall“ installiert. Man telefoniert nun Stunde um Stunde, Tag um Tag mit diesem Unternehmen, um die relevanten Ansprechpartner zu bekommen. Dann schickt man erst mal etwas zum Unternehmen, es vergehen Wochen bis der Ansprechpartner die Unterlagen auch liest und irgendwann bekommt man dann den ein oder anderen Termin vor Ort.

Vermittler – „Die tun doch nichts“

Recruiter

Oftmals wird in Foren diskutiert, was die Agenturen eigentlich leisten. Es wird viel Kritik laut, denn die Arbeit beim Kunden wird von den Freiberuflern gemacht. Der Agenturmitarbeiter lässt sich – wenn überhaupt – einmal im Jahr sehen und ist dann noch knickerig, wenn es um die Zahlung eines Mittagessens geht. Eigentlich posten die Vermittler die Anfrage maximal bei Xing und leiten das Profil nur weiter. Feedbacks gibt es nur nach Nachfrage oder selbst dann nicht. Es wird dann noch bemängelt, dass wirkliche Fachkenntnisse nicht vorhanden sind und eigentlich sammeln die ja nur Profile…

Was Sie schon immer über die Vermittler wissen wollten

Kai ZimmermannErst einmal ein herzliches Hallo in die Runde. Auf Grund meiner Artikel im Xingforum von 4freelance hat mich Herr Bock angesprochen, ob ich nicht auch das ein oder andere mal auch hier im Blog aktiv sein möchte.

Gerne nehme ich dieses Angebot an und möchte mich zunächst vorstellen. Als Head of sales / Vertriebsleiter der Trans4mation BS GmbH & Co. KG mit Sitz in München betreiben wir eine Vermittleragentur. Hinter uns steht die Trans4mation IT GmbH aus Dresden, welche als Systemhaus agiert. Wir vermitteln im Schwerpunkt unsere eigenen Mitarbeiter, aber auch Freiberufler und Mitarbeiter von anderen Unternehmen. Eine thematische Einschränkung innerhalb der IT haben wir nicht.

Da ich seit vielen Jahren im Bereich der Agenturen tätig bin (ich schreibe lieber von Agentur, als von Vermittler), kann ich Ihnen bei vielen Themen gerne Rede und Antwort stehen. Die erste Überlegung, welches Thema für Sie relevant sein könnte, hat eine viel zu lange Liste ergeben. Auch wenn ich zu vielen Themen „meinen Senf dazugeben“ kann, so berühren einige davon sicherlich Ihr Interesse mehr und andere weniger.

Warum wir die Freelancer-Agenturen brauchen

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAIch schreibe hier aus der Sicht eines kaufmännischen Freiberuflers. Im Bereich IT laufen die Dinge möglicherweise anders.

Offensichtlich gibt es immer noch Agenturen, Provider, Vermittler für Freiberufler. Das Personalkarussell dreht sich schnell, und einige Agenturen sind kurzlebig und es gibt eine Reihe von Problemen auf dem Markt. Aber wenn es immer noch welche gibt, heißt dies, dass wir sie immer noch brauchen.

Wozu aber?

Agenturen können, anders als Freiberufler, den ganzen Tag mit Vertrieb verbringen. Wir wissen alle, dass die Qualität der Vertriebsprozesse durchaus unterschiedlich ist, aber diejenigen mit schlauen Prozessen haben die Ressourcen, eine hohe Reichweite aufzubauen und ein großes Netzwerk von Kunden nachhaltig zu pflegen, nachhaltiger als eine Einzelperson das kann.

Das passt mir an Recruiting Agenturen nicht

Gastbeitrag von Robert FlachenäckerMrz_2013_A_sw_klein

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Agenturen,

in einer Diskussion auf XING kam zum Teil eine deutliche Unzufriedenheit in Zusammenarbeit mit Agenturen zutage. Hays, als größter der Branche, zieht naturgemäß gleich viel Kritik wie Lob auf sich. Sicher finden wir gleich viele Aussagen für oder gegen Hays.

Ich habe mal überlegt, warum eigentlich so ein deutliche hörbares Knurren durch die Branche zieht, wenn von Vermittlern die Rede ist und ich habe für mich folgende Gründe gefunden, die – rational gerechtfertigt oder nicht – bei mir ein Knurren erzeugen. Aus Gesprächen mit KollegInnen weiß ich, dass ich nicht alleine bin. Somit gebe ich diese Gründe auch gerne auch im Sinne einer Anregung an „Die Recruiter“ weiter. 

Paradigmenwechsel eines Beraters

400px-Mandril_Malene_Thyssen_GNU-license_JPGThe Wookie has no pants

Als 1975 die erste Produktion von STAR WARS gefilmt wurde, Episode IV A New Hope, drohte das gesamte Projekt zusammenzubrechen: Die Sets in Tunesien waren durch Stürme zerstört worden, das Budget war um 2 Mio. $ überzogen, die Dialoge waren völliger Mumpitz, die Special Effects funktionierten nicht, der Cutter missachtete die Anweisungen der Produktion, die Kostüme passten teilweise nicht und die Technik war ein Desaster.

Mark Hamill, Darsteller von Luke Skywalker, berichtet, dass 20th Century Fox ein Team von Supervisoren nach London schickte, wo der größte Teil des Films abgedreht wurde. Die Manager aus Hollywood hörten sich alle Probleme an (siehe oben) und konzentrierten sich sofort auf das Wesentliche: The Wookie has no pants!

Chewbacca, Co-Pilot von Han Solo, ist ein Pelzwesen. Genau wie ein Affe oder ein Bär, hat er keine Hosen. Dies wurde angesichts aller Schwierigkeiten (siehe oben) als DAS Problem schlechthin identifiziert und in stundenlangen Diskussionen bewegt.

Freelancer-Agenturen: Je komplizierter, desto nutzloser

ACHTUNG! In den Augen mancher Menschen könnte dieser Artikel bösartig wirken. Er ist auch so gemeint.

Generell erkenne ich das Prinzip: Je komplizierter etwas in der Abwicklung ist, desto weniger bringt es wahrscheinlich.

Je mehr Gedöns und Komplikationen Agenturen in der Vergangenheit angestellt haben, desto weniger kam dabei heraus.

In den letzten Tagen war ich viel beschäftigt mit neuem Gedöns auf den Wunsch eines größeren Providers. Ich wurde gemaßregelt, weil ich meine Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht hatte, nach Meinung einer recht jungen Dame. (It’s all about entertainment…) In der gleichen Zeit bekam ich von meiner Lieblings-Agentur, der HAYS AG, vier ernsthafte Projekte angeboten, die dann leider nicht in meinen Zeitplan passten.
Als ebenso angenehm unbürokratisch, aber in der Sache wirksam, haben sich die INSILIUM GbR und JLink erwiesen. Kein Gedöns, dafür reale, substanzhaltige Anfragen und Vermittlungen.

Recruitment Consultant im Wandel der Zeiten [Infografik]

Unser Berufsleben und das berufliche Umfeld im Allgemeinen haben sich die letzten Jahrzehnte stark verändert. Konnte man früher noch damit rechnen, während seines kompletten Berufslebens in einer Firma beschäftigt zu sein, haben sich durch zunehmende Spezialisierung und Beschleunigung des technologischen Fortschritts die Beschäftigungszeiträume stark verändert. Heute sind mehr und mehr hochspezialisierte Fachkräfte unterwegs, die nur für kurze Zeiträume oder nur für bestimmte Projekte für Unternehmen im Einsatz sind. Dadurch hat sich auch die Personalbeschaffung, das Recruitment, über die Jahre stark verändert. Gerade in der IT-Branche, mit ihrer schnelllebigen Technik und den hoch komplexen Abläufen, ist dieser Trend besonders stark wahrzunehmen. Im Folgenden können Sie sich einen Überblick verschaffen, wie sich das Recruitment für IT-Fachkräfte verändert hat und wie ein typischer Headhunter in den einzelnen Phasen seine Arbeit verrichtete. Weiter unten finden Sie eine sehr gelungene Infografik von recruitloop.com.