Beiträge mit Tag ‘Endkunde’

Hoher Vermittlungsaufschlag = hohe Erwartungen an den Freelancer

Letzte Woche wurde ein interessanter Aspekt hoher Vermittleraufschläge auf unseren Freelancer-Tagessatz in eine Online Diskussion eingebracht:

„Der Kunde misst das Preis/Leistungsverhältnis an dem was er zahlt
und nicht an dem was beim Freelancer hängen bleibt.“

Logisch: Wenn ich den Satz eines erfahrenen Experten zahle, dann erwarte ich als Kunde auch einen erfahrenen Experten.

Diese Erwartungshaltung ist also nur verständlich. Aber welche Auswirkung hat ein hoher Aufschlag auf diese Erwartungshaltung?

Vertriebsprozess [Audio Podcast]

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Wie strukturiere ich meinen Vertriebsprozess / Kundenkontakt?

Den eigenen Vertriebsprozess ausrichten am Entscheidungsprozess der Zielgruppe

Das betonen, was der Zielgruppe subjektiv wichtig ist

 
Interview-Partner: Sedona-Coach Jan See

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Wie man Kompetenz vermittelt

Kompetent wirken im Projekt-Interview

Was ist die optimale Strategie, um z.B. bei einem Interview bei einem möglichen Auftraggeber Kompetenz zu vermitteln?

Die beste Masche, um kompetent zu wirken, ist, kompetent zu SEIN.

Heißt dies nun, dass ich alles in meinem Fachbereich wissen muss? Heißt das, dass ich auf die abenteuerlichsten Fragen die perfekte Antwort haben muss?

Nein.

Kompetenz heißt:

  1. So gut vorbereitet zu sein, wie es geht
  2. Zu wissen, was ich NICHT weiß und das klar und ehrlich zu benennen
  3. Gute Fragen stellen
  4. Echtes Interesse zeigen
  5. Eine Vorstellung haben, wie ich Wissenslücken bei Bedarf schließen kann

Check Up Freiberufler Selbstvermarktung

Physical_examination_Josie-Kemp-US-airforce_PD KopieFragen zum Selbst-Check für die Selbstvermarktung als Freelancer

Angebot und Zielgruppe:

  1. Was verkaufe ich genau? Hier bitte NICHT die Bezeichnung der Leistung eintragen (denn danach sucht fast nie jemand). Zur Leistung verkaufen wir eine Geschichte (oft eine sehr kurze), eine Emotion, vor allem aber eine bestimmte LÖSUNG bzw. ein bestimmtes RESULTAT.
  2. An wen verkaufe ich? Spezifisch: Welche Unternehmensgröße, welchen Branche(n) vorrangig, welche Altersgruppe, was für Persönlichkeiten? Welches Einzugsgebiet?
  3. Wie dringend wünscht sich meine Zielgruppe meine Lösung? Ist meine Lösung prinzipiell unverzichtbar (Buchhaltung, Raumpflege, Klempner,…) oder verzichtbar?
  4. Wie viele mögliche Kunden für mich gibt es? Wenn ich 1% dieser möglichen Kunden für mich gewinne, kann ich davon leben?
  5. Was ist die SUBJEKTIVE Haltung der Zielgruppe zu meiner Leistung? Sehen sie die Notwendigkeit so wie ich? Welche Assoziationen haben sie damit?
  6. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen mir und vergleichbaren Anbietern, der Kunden eher dazu bewegen könnte, speziell mich als Leistenden auszuwählen?
  7. Was ist die SUBJEKTIVE alltägliche Lebenswirklichkeit meiner Zielgruppe? Bitte so genau wie möglich! Wie sieht ihr Alltag aus, was bewegt sie, welche Probleme belasten sie?
  8. Über welchen Vertriebskanal kommen derzeit wie viele Kunden und wieviel Umsatz bzw. Deckungsbeitrag? (Mailings, Annoncen, Banner, Website, Empfehlungen, Agenturen,…)

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

sports houndFußballfans kennen den Spruch „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ von Sepp Herberger, dem Trainer, der das Wunder von Bern ermöglichte. Es sind sicher einige Interpretationen und Anwendungen auf andere Bereiche möglich. Zwei Interpretationen dieser Binsenweisheit sind für Freelancer bedeutsam.

Erstens kann damit gemeint sein, sich nicht auf Erfolgen auszuruhen oder zu lange mit Niederlagen zu beschäftigen. Was in der Vergangenheit liegt, kann nicht mehr beeinflusst werden. Egal, ob dieses Ereignis in der Vergangenheit gut oder schlecht für uns war. Was zählt, ist das nächste Projekt. Denn es bietet die Möglichkeit, sich neu und von einer besseren Seite zu präsentieren. Der Verlauf und das Ergebnis des nächsten Projekts sollte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, sobald wir ein anderes Projekt abgeschlossen haben.

Freiberufler nach Leistung bezahlen?

Tape_measure_colored_Simon-A-Eugster_GNU-license KopieMacht es Sinn, als Freiberufler im Projekt eine leistungsbezogene Vergütung zu vereinbaren? Diese Frage kommt in Diskussionen mit Kunden immer wieder auf. In Diskussionen mit Kollegen weniger, zumindest in Controlling-Projekten. Die KollegInnen wissen, dass dieser Ansatz wenig Sinn macht.

Warum?

Zum einen: Woran soll der „Erfolg“ gemessen werden? So lange konkret definierte Arbeitsergebnisse gemessen werden, bin ich gerne dabei. Einige meiner Kunden geben mir klare Richtwerte, wie lange die Erledigung einer Aufgabe unter normalen Umständen dauern sollte bzw. was in einer bestimmten Zeit zu erreichen ist. Die meisten dieser Vorgaben erschienen mir fair und realistisch.

Endkunden Projekte finden

Endkunde
Laut einer Umfrage von Gulp werden 73 Prozent der IT-Projekte über Recruitingagenturen vermittelt. Eigentlich sind Freelancer auf Projektvermittler angewiesen. Dennoch höre ich in Gesprächen immer wieder den Wunsch Projekte direkt akquirieren zu können. Das Problem dabei ist, dass die Projektangebote von Endkunden nicht gefunden werden. Selbst auf Jobboards, die sich auf Projekte für Freelancer spezialisiert haben, gehen Angebote von Endkunden unter. Aktuell gibt es auf 4freelance 2765 Projektangebote, davon stammen zwei von Endkunden. Das sind weniger als 0,1 Prozent der Projektangebote.
Damit diese Projekte nicht mehr untergehen, werden diese Projekt mit einem Icon „Endkunde“gekennzeichnet. Icon Endkunde
Außerdem erscheinen die Endkundenprojekte auf 4freelance immer ganz oben in den Suchergebnissen, direkt nach maximal drei Sponsored Jobs. Etwas Geld muss ich auch verdienen 😉