Preferred Supplier List (PSL) Status

projekte prfen

Kundenbetreuung

Die ersten Projekte laufen. Prima. Man fängt an dir investierte Zeit „ausbezahlt“ zu bekommen. Eine Betreuung findet weiterhin statt. Nach den ersten Tagen des Projekts holt man sich ein erstes Feedback. Auf Seiten des Kunden und des Kandidaten. Man besucht auch mal die einzelnen Projekte und achtet auch auf die Zufriedenheit des Kandidaten und des Kunden. Wer nun glaubt, dass immer alles in Ordnung ist, der irrt. Teilweise finden Consultants keine Unterkunft, dann gibt es Fragen zur Rechnungsstellung, dann zwickt es hier, dann zwickt es da. Sie glauben gar nicht, was wir alles möglich machen. Ich will gar nicht jammern, denn wir verdienen immer noch Geld dabei.

Zeit rauben dann noch die Eskalationsfälle. Keiner möchte diese, aber es kommt nun mal vor. Interessanterweise kommen diese Fälle bei den Kunden gehäuft vor, welche zuvor ein zu niedriges Budget veranschlagt hatten. Man bekommt einfach im Regelfall keinen Kandidaten für 80,-€, der alle Anforderungen abdeckt, wenn sich der Marktpreis bei 120,-€ für einen solchen Consultant bewegt. Die Schuld wird dann dennoch oftmals bei dem Vermittler gesucht.

Durch eine gute Kundenbetreuung kommt man dann auch irgendwann einen Schritt weiter. Man ist „plötzlich“ ein bevorzugter Lieferant.

Preferred Supplier

Das nun die Anzahl der Besetzungen steigt ist ja kein Geheimnis. Aber was bedeutet der Status nun. Man wird vom Jäger zum Gejagten. Der Verdrängungswettbewerb wird größer. Aber jetzt wird auch Geld verdient.

Wenn man sich nun den Platz an der Sonne erhofft, dann hat man die Rechnung ohne den Einkauf gemacht. Es fängt an mit einer Ratecard. Wie soll diese denn erstellt werden? Möglichst billig, damit man im Ranking höher steigt? Dann kann man oft nicht liefern. Einige Agenturen versuchen diesen Weg. Aus diesem Grund sind dann teilweise die Angebote für Sie zu niedrig. Selbst Schuld möchte man meinen. Gestaltet man diese dann fair, wird es immer noch für den ein oder anderen zu niedrig sein, aber man kann zumindest besetzen. Kommt dann ein anderer Anbieter, welcher niedriger bietet geht die Diskussion von vorne los.

Die Ratecard ist verhandelt. Nun geht es aber los. Ach der Einkauf schon wieder. Dieser möchte Laufzeitrabatte und Kickbacks vereinbaren. Natürlich nicht nur auf die zukünftigen Abschlüsse (hier könnte man es entsprechend einkalkulieren), sondern auch für die bestehenden Verträge. Durch diese Zahlungen und Rabatte muss natürlich die „Marge“ ebenfalls steigen. Sie wissen oftmals nicht, was wir noch an Zugeständnissen machen müssen. Sie sehen dann nur EK zu VK, was am Ende nicht real ist.

Dieser Artikel ist in sechs Abschnitte geteilt, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. 

Teil 1:  (heute)

  • Vor der Anfrage
  • Die erste Anfrage

Teil 2 (ab 20.12.13)

  • Interviews
  • Feedbacks geben

Teil 3 (ab 03.01.14)

  • Verträge
  • Zahlungsmanagement

Teil 4: (ab 10.01.14)

  • Es geht voran
  • Marktbegleiter

Teil 5: (ab 17.01.14)

  • Kundenbetreuung
  • Preferred Supplier

Teil 6: (ab 24.01.14)

  • Kompensationsgeschäfte
  • Verwaltung
  • Marge

 

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Kai Zimmermann

Vertriebsleiter und Kommanditist der Trans4mation BS GmbH & Co. KG. Kai Zimmermann ist schon seit vielen Jahren im Agenturbusiness tätig (Vermittlung von IT-Spezialisten). Im Rahmen seiner Tätigkeit war er als Key Account Manager, Team-, Abteilungsleiter, Coach und heute als Head of sales tätig. Sein Bestreben ist es etwas Licht ins Dunkel der Agenturtätigkeiten zu bringen. Hierbei betrachtet er die Prozesse und Wünsche von Freiberuflern, Unternehmen (Einkauf vs. Fachabteilungen) und Agenturen. Sie erreichen Kai Zimmermann auch auf XING , der Internetpräsenz der T4M (Trans4mation) und LinkedIn .