Honorarkalkulation des Freiberuflers

Der Freiberufler muss eines gleich vorweg wissen: Wie kalkuliere ich mein Honorar? Schließlich ist das Honorar das Einkommen, mit dem er fortan rechnen kann und mit dessen Hilfe er sämtliche Kosten bestreiten muss. Dafür ist die richtige Höhe des Honorars zu ermitteln.



Als wichtige Hilfe bieten sich hier Tabellen und Richtwerte an, was in den letzten Jahren in der jeweiligen Branche oder vom Freiberufler des gleichen Berufs durchschnittlich eingenommen wurde. Doch das deckt nicht immer den persönlichen Bedarf und kann somit nicht als alleiniges Mittel herangezogen werden.



Wichtig zu wissen ist erst einmal, welche Ausgaben denn überhaupt bestritten werden müssen. Hier gehen viele Freiberufler ein wenig zu blauäugig an die Sache heran und bedenken zum Beispiel nicht, welche Kosten auf sie zukommen können, auch unvorhergesehen. Berücksichtigt werden müssen die Kosten für Lebenshaltung, Miete, Steuern, Versicherungen, Fahrzeug, eventuelle Kredite usw. Eine Liste ist hier am besten, so dass ein Überblick über sämtliche Kosten entsteht.



Oder es wird ein Honorarrechner genutzt. In diesen können die Kosten eingetragen werden. Die Summe der Kosten ergibt das Honorar, das mindestens in einem Jahr eingenommen werden muss. Doch damit würde der Freiberufler natürlich nur plus-minus Null wirtschaften. Das heißt, er muss einen angemessenen Gewinn berücksichtigen, aus dem sich unvorhergesehene Kosten bestreiten lassen und der dafür geeignet ist, Rücklagen für schlechtere Zeiten zu bilden. Die Summe, die sich nun ein einzunehmendes Honorar ergibt, muss auf die Stunden, die tatsächlich zur Arbeit zur Verfügung stehen, umgerechnet werden. Bedenken Sie dabei Urlaubs- und Krankheitszeiten, Wochenende und Feiertage. Denn auch wenn es am Anfang sicherlich üblich ist zu Zeiten zu arbeiten, die ein normaler Angestellter für den Feierabend nutzt, so sollte das doch nicht die Regel werden. Das Honorar wird also auf einen Stundenlohn gerechnet, der allerdings noch von Auftrag zu Auftrag und je nach Aufwand variieren kann.



Ein Gastbeitrag von: Erfolg-als-Freiberufler.de

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