Recruiting-Agentur als Genossenschaft

Ich hatte mir einmal vorgenommen, auf 4freelance Endkundenprojekte anzubieten. Bis jetzt ist mir das nur in Einzelfällen gelungen. Skalierbar Endkundenprojekte zu gewinnen, schaffen anscheinend nur Recruiting-Agenturen. Die Kunden lieben Projektvermittler wegen der einfachen Abwicklung und aufgrund ihrer Fähigkeit, schnell (und manchmal auch passgenau) zu liefern. Der einzige Weg, an Endkundenprojekte zu kommen, scheint also, selbst auf dem Markt als Agentur aufzutreten.

Bei der Überlegung, wie ich auf 4freelance Endkundenprojekte gewinnen kann, ist die Idee der Recruiting-Agentur als Genossenschaft geboren. Das Besondere an der Genossenschaft ist das demokratische Prinzip. Jeder Genosse hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe der Einlage. Die Genossenschaft ist ein Kapitalunternehmen, das nicht profitmaximierend arbeitet. Stattdessen steht der Mitglieder-Nutzen im Vordergrund. Die Mitglieder wiederum sind die Freelancer, die die Genossenschaft vermittelt. Eine Recruiting-Agentur als Genossenschaft handelt also im Interesse der Freelancer. Die Vermittlungsprovision ist nicht das Ziel, sondern einen notwendiges Mittel, um die Kosten für Vertrieb, Marketing, Administration, unternehmerisches Risiko, etc. zu bezahlen. Wenn die Höhe der Einnahmen die der Ausgaben übersteigt, wird das Geld entweder als Rücklage angelegt oder der Gewinn wird an die Mitglieder als Dividende ausgezahlt.

Endkunden profitieren von einer Freelancer-Genossenschaft

Auch aus Kundensicht ist die eine Recruiting Agentur als Genossenschaft ein idealer Partner. Neben den Vorzügen einer Recruiting-Agentur (Fester Ansprechpartner, Rahmenvertrag, etc.), haben die Kunden einen Preisvorteil, da sie die Dienstleistung direkt beim Anbieter einkaufen. Tatsächlich habe ich die Idee bereits mit einigen potentiellen Kunden besprochen. Das Feedback war entweder neutral (“Mir ist egal, woher ich einen Freelancer bekomme”) oder positiv – wenn der potentielle Kunde die Vorteile der direkten Zusammenarbeit verstanden hat.

Bevor ich die Idee weiter verfolge, möchte ich diese auch auf der Freelancer Seite weiter validieren. Nachfolgend finden Sie eine Beschreibung des Angebots. Teilen Sie mir über die Kommentare mit welche Punkte Ihnen nicht gefallen oder welche Veränderung vorgenommen werden muss, damit das Angebot interessant ist.

Angebot für Freelancer

  • Die Genossenschaft vermittelt nur Endkundenprojekte
  • Ein Genossenschaftsanteil kostet 100 € und ist übertragbar
  • Die Vermittlungsprovision für Genossen beträgt 10%
  • Die Vermittlungsprovision für Nichtmitglieder beträgt 15%
  • Das Zahlungsziel ist 30 Tage
  • Eine Verkürzung des Zahlungsziels auf einen Tag ist über ein Factoring Unternehmen möglich, das zusätzlich 3.97% Provision beansprucht
  • Genossen können eigene Kunden (Leads) der Genossenschaft empfehlen. Bei erfolgreicher Vermittlung zahlt die Genossenschaft 20% aller Vermittlungsprovisionen für diesen Kunden über den Zeitraum von einem Jahr.
  • Die Genossenschaft ist in folgenden Märkten aktiv: IT, Engineering, Finance, HR, Sales & Marketing. Freelancer aus anderen Branchen haben geringe Vermittlungschancen.

Wenn Sie über die weitere Entwicklung des Projekts informiert werden möchten, tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse bitte in das Formular ein. Sobald sich 100 Interessenten gemeldet haben, werde ich das Projekt weiter verfolgen.

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Timo Bock

Als Vorstand der 4freelance recruitment eG schreibt Timo Bock in unregelmäßigen Abständen auf diesem Blog. Daneben ist er Co-Founder des Startups AMZstars. Zuvor war er vier Jahre in unterschiedlichen Positionen für einen Projektvermittler tätig. Sie finden Timo Bock auf LinkedIn und Twitter