GASTBEITRAG: Forderungsausfall: Was passiert, wenn dein Kunde nicht zahlt?

Artikel von Rechnung 48Du kennst das: Deine Dienstleistung ist erbracht, du hast die Rechnung gestellt und erwartest nun, dass diese dein Auftraggeber in der vorgegebenen Frist begleicht. Doch häufig ist das nicht der Fall. Was kannst du also nun tun?

IT-Freelancer geraten häufig in Liquiditätsengpässe, wenn der Auftraggeber die Rechnung nicht im vereinbarten Zahlungsziel oder überhaupt nicht begleicht.

Zwar ist es gesetzlich geregelt, dass der Schuldner bereits 30 Tage nach Fälligkeit einer Rechnung in Verzug geraten und dafür nicht mehr eigens gemahnt werden müssten, jedoch nimmt der Rechtsweg in der Regel viel Zeit in Anspruch.

In diesem Artikel stellen wir dir einige Möglichkeiten vor, um dieses Risiko zu minimieren bzw. Forderungsausfälle zu vermeiden.

Behalte den Überblick

Du selbst kannst einiges tun, um mögliche Zahlungsausfälle so gering wie möglich zu halten. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, deine Kunden bereits im Voraus zu prüfen. Schau dir die Bonität deiner Kunden an. So kannst du mögliche Risiken vermeiden und gegebenenfalls lieber einen Auftrag ablehnen.

Deine Rechnungen solltest du immer zeitnah erstellen und mit einem exakten Zahlungsziel versehen. So kommt es zu keinen Missverständnissen. Ein positiver Zahlungsanreiz für deine Kunden sind außerdem Skonti, die du ihnen bei einer früheren Bezahlung einräumen kannst.

Zudem solltest du sicherstellen, dass deine Buchhaltung immer auf dem neuesten Stand ist und all deine Zahlungseingänge konsequent erfasst werden. So siehst du auch gleich, wenn es bei deinen Kunden zu Zahlungsverzögerungen kommt. Dadurch kannst du sofort Maßnahmen ergreifen, um an dein Geld zu kommen – noch bevor du zur Mahnung schreitest.

 

Stelle den Eingang der Rechnung sicher

Du solltest immer sicher gehen, dass deine Rechnung auch tatsächlich angekommen ist. Grundsätzlich gilt: Bitte immer um eine Bestätigung des Rechnungseingangs, unabhängig davon, auf welchem Weg auch immer sie deinen Kunden erreicht hat. Sollte es nämlich doch einmal zu einem Rechtsstreit kommen, so hast du immer den Beweis, dass dein Kunde die Rechnung tatsächlich erhalten hat.

Sollten Zweifel bestehen und eine Mahnung nötig sein, dann lege eine Kopie der Rechnung bei. Achte hierbei darauf, dass zumindest der Eingang dieser bestätigt wird. Das erreichst du, indem du beispielsweise ein Einwurf-Einschreiben versendest. Hierbei dokumentiert der Postzusteller den Einwurf der Sendung in den Briefkasten des Empfängers.

 

Bleibe im Dialog mit deinen Kunden

Wichtig ist es, bevor du zu ersten Rechtsmitteln greifst, dass du noch einmal freundlich bei deinem Kunden nachfragst. Denn für einen Zahlungsverzug kann es die verschiedensten Gründe geben, beispielsweise die Krankheit eines Mitarbeiters oder das Übersehen der Rechnung. Dies kommt besonders häufig in großen Unternehmen mit einer entsprechend umfangreichen Verwaltungsabteilung vor.

Deshalb solltest du immer bei deinem Kunden nachfragen und dich vergewissern, weshalb deine Rechnung noch nicht beglichen wurde. Denn nur so kannst du nach einer adäquate Lösung, im besten Fall mit deinem Kunden, suchen.

 

Zahlt dein Kunde dennoch nicht?

Sollte es sich abzeichnen, dass du mit deinem Kunden keine einvernehmliche Lösung finden kannst oder er einfach nicht zahlen möchte, bist du gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten. Hierbei ist es wichtig, dass du versandte Mahnungen konsequent im Auge behältst und dran bleibst.

Hilfreich ist es unter gewissen Umständen auch, einen Anwalt oder ein Inkassobüro zu beauftragen. Jedoch solltest du mit langen Fristen rechnen, wenn es tatsächlich zu einem gerichtlichen Mahnverfahren oder einer Klage kommen sollte. Du solltest in diesem Fall genau abwägen, ob sich dieser Aufwand für den ausstehenden Rechnungsbetrag lohnt, da das Verfahren wiederum Kosten mit sich bringt.

 

Setze auf professionelle Unterstützung

Bereits viele IT-Freelancer setzen auf die einfache und schnelle Rechnungsvorfinanzierung, auch Factoring genannt. Die Elbe Finanzgruppe hat speziell für euch das Fintech Rechnung48 konzipiert. So bist du nicht mehr auf die langen Zahlungsziele deiner Auftraggeber angewiesen und erhältst dein Geld bereits am nächsten Werktag. Denn die Elbe Finanzgruppe findet, dass auch IT-Freelancer genauso sicher und schnell ihren Lohn erhalten sollten wie Angestellte.

Du kannst sich somit komplett auf dein Kerngeschäft konzentrieren und deine neu gewonnene finanzielle Freiheit genießen. Auch ersparst du dir jeglichen Ärger sowie mühevolle Arbeits- und Zeitaufwendungen.

Die Autoren

Matthias Bommer und Stefan Kempf sind Geschäftsführer der Elbe Finanzgruppe . Diese ist ein bankenunabhängiger Finanzdienstleister mit Fokus auf Freiberufler, Selbstständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Als anerkannter Finanzdienstleister bietet die Elbe Finanzgruppe innovative Finanzierungsmöglichkeiten für Factoring, Leasing, Finetrading sowie Inkasso aus einer Hand.

EFG-MB-SKMatthias Bommer gilt als Vertriebsexperte für alternative Finanzprodukte und blickt dabei auf 15 Jahre Berufserfahrung zurück. Er kreiert für Rechnung48 Vertriebsstrategien.

Stefan Kempf hat bereits mit 16 die Capital gelesen und seine ersten Aktien gehandelt. Nach Berufsstationen im Investmentbanking betreut er nun den Mittelstand.

 

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